Errfolgreicher CEO sucht nach Lebenssinn

Ein CEO, der eigentlich alles hat – und trotzdem nach Sinn sucht

Anthony Scott Logan lebt den Traum vieler junger Unternehmer: Er gründet, scheitert, lernt, wird dann in wenigen Jahren sehr erfolgreich und gönnt sich Reisen, Luxus, First-Class-Flüge und Top-Hotels. Von außen sieht es aus, als hätte er „gewonnen“ – Status, Geld, Anerkennung. Doch je mehr er erreicht, desto deutlicher spürt er eine innere Leere, die sich mit weiteren Erfolgen nicht mehr überdecken lässt.​
Parallel beobachtet ihn sein Freund Steven Bartlett, einen der bekanntesten CEOs und Podcaster der Welt, der seine Geschichte später im „Diary of a CEO“-Podcast als Beispiel für die neue Sinnsuche seiner Generation erzählt. Steven beschreibt Logan als den letzten Menschen, von dem seine Freunde erwartet hätten, dass er religiös wird – und gerade deshalb wird seine Geschichte so interessant.​

Die Sinnkrise der hyperindividualistischen Gesellschaft

Logan beschreibt sehr klar, warum er glaubt, dass heute so viele Menschen in eine Sinnkrise rutschen. Über Jahrzehnte habe man Individualismus, Selbstverwirklichung und messbaren Erfolg (Follower, Umsatz, Statussymbole) zur höchsten Instanz gemacht. Menschen definieren ihren Wert darüber, wie „sichtbar“ und „erfolgreich“ sie sind, statt über tiefere Dinge wie Beziehung, Charakter oder Berufung.​

Doch wenn man dann irgendwann die Ziele erreicht, passiert etwas Unerwartetes: Man steht da mit Geld, Reisen und Status – und merkt, dass genau das nicht trägt. Die Fragen „Wofür das alles?“, „Was ist wirklich wichtig?“ und „Warum bin ich überhaupt hier?“ drängen sich auf. Logan beobachtet: Das, was dann wirklich zählt, sind Freunde, Familie, Community – echte Verbundenheit statt bloßer Vernetzung.​

Gleichzeitig leben wir in einer paradoxen Kultur: Wir sind „die vernetzte, aber einsamste Gesellschaft aller Zeiten“. Man sitzt im Café im Starbucks, umringt von Menschen, aber jeder hat Kopfhörer auf und ist abgeschottet. Im Fitnessstudio trainiert man nebeneinander, ohne wirklich miteinander zu sein. Verbundenheit ist technisch da, aber existenziell fehlt sie.​

Vom agnostischen Unternehmer zum obsessiven Wahrheitssucher

Logan wächst nicht als überzeugter Christ auf – eher als jemand, der Religion für unbegründet oder irrelevant hält. Als er in die Vereinigten Arabischen Emirate zieht, erlebt er etwas Neues: Er begegnet Menschen mit tiefer, konsequenter Glaubensüberzeugung – Christen, Juden, Muslime –, die ihren Glauben ernst nehmen und mit großer innerer Sicherheit leben.​

Das bringt ihn ins Grübeln: Er glaubt zwar selbst nicht, merkt aber zugleich, dass er „eigentlich keine Beweise gegen den Glauben hat“. Ihm fällt auf, dass viele Atheisten nie gründlich geprüft haben, was sie ablehnen – genauso wie viele Gläubige ihren Glauben nie wirklich studiert haben. Beides – Skepsis ohne Belege und Glaube ohne Belege – empfindet er als unbefriedigend.​f

  1. Vor allem aber alttestamentliche Prophezeiungen, die sich nach seinem Verständnis erstaunlich detailliert im Leben und Sterben Jesu erfüllen.​

Besonders prägend wird für ihn Psalm 22, den Jesus am Kreuz mit den Worten „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ anspielt. Logan erkennt, dass Jesus hier nicht nur klagt, sondern bewusst auf einen Text verweist, der lange vor seiner Geburt die Kreuzigungsszene nahezu bildhaft beschreibt – inklusive Details wie durchbohrte Hände und Füße und das Loswerfen um seine Kleider.​

Als er erfährt, dass die Schriftrollen vom Toten Meer belegen, dass dieser Text über tausend Jahre vor Jesu Geburt existierte, fällt für ihn die Hypothese weg, Christen hätten diese Stelle nachträglich „hineineditiert“. In diesem Moment kippt seine Haltung: Er merkt, dass seine bisherigen Annahmen nicht mehr halten und dass er sich möglicherweise geirrt hat.​

Zwischen Beweisen, Alkohol-Fasten und der Frage nach dem „Mehr“

Parallel zu seiner Text- und Quellenarbeit läuft eine sehr praktische Veränderung: Anfang 2023 entscheidet sich Logan, für einige Monate keinen Alkohol mehr zu trinken. Er war nie ein schwerer Trinker, aber er will wissen, wie sehr ihn schon wenige Drinks energetisch bremsen. Nach drei Monaten stellt er fest, dass er sich deutlich besser fühlt, frischer aussieht und insgesamt leistungsfähiger ist.​

Mit klarerem Kopf stellt sich aber eine neue, tiefere Frage ein: „Gibt es mehr als Arbeit, Selbstoptimierung und Erfolg?“. Diese innere Unruhe verstärkt seinen Drang, die großen Fragen nach Ursprung, Sinn und Gott nicht länger auszublenden.​

Gespräche mit Christen: von Logik zu Vertrauen

Als Logan nach Monaten der stillen Recherche zu der Überzeugung gelangt, dass Jesus historisch real und die Prophezeiungen über ihn bemerkenswert präzise sind, wendet er sich an zwei enge Freunde: Haley und Boston, Kinder von Pastoren, die er als tief glaubende Christen kennt. Sie haben ihn nie gedrängt, aber immer gesagt: „Wenn du Fragen hast, wir sind da.“​

Er ruft Boston an und sagt sinngemäß: „Ich glaube, Jesus ist real und die Prophezeiungen treffen zu – aber ich weiß noch nicht, was das für mein Leben bedeutet.“ Mit Seiten voller Fragen telefonieren sie stundenlang, Boston antwortet ehrlich, ohne fromme Floskeln, und gibt offen zu, wenn er etwas nicht weiß.​

Kurz danach laden ihn die beiden nach Kalifornien ein – zu ihrer Gemeinde, zu Gesprächen und Bibelstudien. Logan fliegt rüber, verbringt mehrere Tage damit, mit ihnen über Bibeltexte, Theologie und praktische Fragen zu sprechen, und lässt sich am Ende der Reise taufen – obwohl sein Glaube zu diesem Zeitpunkt eher „logisch“ als „gefühlsmäßig“ ist.​

Taufe – und eine langsam wachsende innere Veränderung

Die Taufe Ende Oktober 2023 erlebt Logan zunächst eher als äußeres Symbol. Er steht in einem weißen Gewand vor vielen Menschen, seine Freunde weinen, aber er fühlt sich selbst zunächst etwas distanziert. Zurück in Dubai merkt er jedoch: Etwas hat sich verschoben.​

Er beginnt zu beten – anfangs mit viel Unsicherheit und dem Gefühl, „mit der Luft zu sprechen“. Trotzdem fällt ihm auf: Nach dem Gebet fühlt er sich nie schlechter, sondern eher klarer, erleichtert und reflektierter. Er beschreibt Gebet als eine Art „Therapie“, in der man ehrlich ausspricht, was schief läuft, und bewusst den Wunsch formuliert, sich zu verändern. Allein dieser Akt, Dinge vor Gott zu benennen, beginnt ihn innerlich zu formen.​

Als er seinen Freund Boston fragt, wie man Gottes Stimme hören könne, erhält er einen praktischen Tipp: Fasten, um den „Empfang“ zu verstärken – eine Metapher, die Boston mit Handyempfang („5G statt Edge“) beschreibt. Logan probiert es aus, fastet, betet und erinnert sich in diesem Kontext an eine tiefe Krise aus seiner Vergangenheit – und beginnt spezifischer zu bitten, dass Gott andere in ähnlicher Not begleitet.​

Ein Gebet, ein fremder Mann – und eine „zu genaue“ Begegnung

Direkt nach einem seiner ersten konkreten Fürbitten erlebt Logan eine Begegnung, die er als schwer erklärbare „Gottesantwort“ wahrnimmt. Er hatte Gott gebeten, einem Menschen zu helfen, der in einer ähnlichen Lage ist wie er früher: pleite, hungrig, verzweifelt. Kurz darauf spricht ihn vor einem Barber-Shop in Dubai ein Mann an, der seine Arbeit verloren hat, seine Visa-Situation unsicher ist und schlicht Hunger hat.​

Logan nimmt ihn mit in einen Laden, kauft ihm Essen – und erfährt schließlich, dass dieser Mann denselben Vornamen trägt wie er selbst: Anthony. Der Mann sagt, er habe Gott genau an diesem Tag gebeten, jemanden wie Logan zu treffen. Für Logan fügt sich das zu exakt mit seinem Gebet 20 Minuten zuvor, als dass er es einfach als Zufall abtun könnte. Er sieht darin ein erstes, persönliches Zeichen, dass Gott nicht nur historisch, sondern ganz konkret im Alltag wirkt.​

Pfingsten und die Erfahrung des Heiligen Geistes

Der nächste Wendepunkt folgt Monate später: Pfingsten. Wieder fliegt Logan nach Amerika, besucht seine Freunde und deren pfingstliche Gemeinde. Das Konzept des Heiligen Geistes – dass Gottes Geist „in Menschen wohnt“ – war für ihn lange schwer vorstellbar und erschien ihm aus logisch-rationaler Sicht eher „unplausibel“.​

Während eines Gottesdienstes bittet ihn sein Freund, nach vorne zu gehen, die Hände zu heben und Gott zu sagen: „Wenn das für mich ist, dann lass es geschehen.“ Erst wehrt sich Logan innerlich, findet die Situation ungewohnt und leicht peinlich. Doch als er sich darauf einlässt, erlebt er etwas, das er nicht mehr mit Autosuggestion erklären kann: eine starke körperliche und emotionale Reaktion, das Gefühl eines inneren Kampfes, gefolgt von Tränen, wie er sie in dieser Intensität noch nie erlebt hat.​

Er beschreibt sich selbst als normalerweise wenig emotional – jemand, der selten weint. Umso mehr irritiert ihn, dass er nach diesem Gebet wie ein Kind weint, ohne dass es sich nach Traurigkeit anfühlt. Für ihn ist klar: Das konnte er sich nicht „herbeiträumen“, zumal er vorher fast schon darauf gehofft hatte, dass „nichts passiert“, um seine Skepsis bestätigt zu sehen. Diese Erfahrung wird für ihn zum zweiten großen „Penny Drop“ – neben den intellektuellen Belegen.​

Spiegel, Schuld und ein neues Verständnis von Sünde

Mit wachsendem Glauben verändert sich Logans Blick auf sich selbst. Er spricht davon, dass der Glaube wie ein Spiegel ist, den man sich selbst täglich vorhält. Ohne Gott könne man sich leicht einreden, „eigentlich ein guter Mensch“ zu sein, der vielleicht kleinen moralischen Regeln folgt. Mit dem Glauben hingegen prüft er jede Handlung, jedes Wort und sogar Gedanken darauf, ob sie zu dem Leben passen, das er führen möchte.​

Besonders hilft ihm ein neues Verständnis von „Sünde“: Für ihn bedeutet Sünde nicht primär „dämonisch böse sein“, sondern „am Ziel vorbeischießen“ – den Willen des Vaters zu verfehlen. Aus dieser Perspektive wird deutlich, dass Gott wie ein liebender Vater ist, der zwar alles sieht, aber bereit ist, unbegrenzt zu vergeben. Der Gedanke, dass ein Vater seinen Sohn trotz Fehlverhalten immer wieder annimmt, macht für ihn Gottes unbegrenzte Vergebung greifbar.​

Statt in Selbsthass zu verfallen, lernt er, Schuld zu benennen, Vergebung anzunehmen und aktiv zu wachsen. Es sei viel leichter, ohne Glauben zu leben, sagt er – weil man sich dann selten so radikal mit der eigenen Unzulänglichkeit konfrontieren müsse. Aber nur durch diese Konfrontation könne echte Veränderung stattfinden.​

Gottes Wille, innere Berufung und unternehmerischer Antrieb

Logan beschreibt, dass ihn schon immer ein starkes Gefühl begleitete, „noch nicht ansatzweise mein Potenzial ausgeschöpft zu haben“. Er spürt diesen inneren Druck, mehr aus seinem Leben zu machen – weit über äußere Erwartungen seiner Eltern hinaus. Heute deutet er dieses „innere Ziehen“ als Ausdruck von Gottes Willen für sein Leben: Gott als Vater, der Talente verteilt und sich wünscht, dass seine Kinder diese nutzen.​

Hier verknüpft er biblische Bilder wie das Gleichnis von den Talenten mit seinem Unternehmergeist. Wer seine Gaben vergräbt, verschwendet Potenzial – wer sie einsetzt, scheitert zwar zwischendurch, wächst aber selbst und hilft anderen. Er sieht in Figuren wie Steven Bartlett Beispiele dafür, wie radikaler Glaube an die eigene Lernfähigkeit und konsequente Hingabe an eine Aufgabe zu enormem Einfluss führen können.​

Für Logan ist klar: Gottes Wille zeigt sich nicht in einer mystischen Stimme, sondern in der Kombination aus innerem Drängen, Gewissen und den Fähigkeiten, die jemand bekommen hat. Ihm helfe es, diese innere Stimme als Gottes Führung zu verstehen.​

Glaube und Business: Widerspruch oder Verstärkung?

Zu Beginn dachte Logan, Glaube und Unternehmertum seien kaum vereinbar: „Bin ich jetzt dazu berufen, Kreuze zu verkaufen oder Pastor zu werden?“. Mit der Zeit erkennt er jedoch, dass die Evangelien selbst voller unternehmerischer Punkte sind – angefangen bei jungen Jüngern, die Jesus aus ihrem Alltag holt, formt und aussendet.​

Besonders prägt ihn das Gleichnis von den Talenten: Gott vertraut Menschen Ressourcen an und erwartet nicht, dass sie diese verstecken, sondern mutig investieren. Nicht nur Geld, sondern auch Zeit, Fähigkeiten, Kreativität und Einfluss sollen weitergegeben werden, statt nur zur Selbstdarstellung zu dienen.​

Für Logan bedeutet das: Er muss nicht Pastor werden, um „für Gott“ zu leben. Er soll seine unternehmerischen Gaben nutzen, exzellent arbeiten, ethisch handeln und in seiner Branche ein Licht sein. Seine Aufgabe sieht er darin, Menschen durch sein Leben, seine Entscheidungen und seine Bereitschaft, über seinen Glauben zu sprechen, auf Jesus aufmerksam zu machen.​

Praktische Veränderungen: Musik, Lifestyle und Umgang mit anderen

Der Glaube verändert bei Logan nicht nur große Konzepte, sondern auch den Alltag im Detail. So merkt er beispielsweise, dass er immer weniger Lust auf Musik hat, deren Botschaften seiner neuen Haltung widersprechen – etwa Texte voller Gewalt, Sexismus oder „toxischer“ Werte. Stattdessen entdeckt er christlichen Hip-Hop und andere Formen moderner christlicher Musik, die ihn inhaltlich und emotional anspricht.​

Er berichtet zudem von häufigeren Tränen – im positiven Sinne –, besonders in Momenten wie dem Abendmahl, wenn er sich bewusst in die biblischen Szenen hineinversetzt. Auch der Umgang mit Eltern, Freunden und Konflikten verändert sich: Er ist sensibler dafür, wo er andere verletzt hat, und sucht bewusster Versöhnung.​

Dabei betont er: Christsein heißt nicht, sich moralisch überlegen zu fühlen. Er bezeichnet sich selbst als „Baby Christ“, der noch viel lernen muss, aber bereit ist, sich in diesem Prozess formen zu lassen.​

Wie andere seine Veränderung wahrnehmen – und warum sie neugierig werden

Was Steven Bartlett und andere an Logan besonders fasziniert, ist nicht nur seine Logik, sondern der sichtbare Frieden und die Klarheit, die der Glaube in sein Leben bringt. Steven beschreibt offen, dass er „eifersüchtig“ auf Logans Entdeckung sei – nicht im zerstörerischen, sondern im bewundernden Sinn. Er sieht, dass der Glaube Logan nicht kleiner, sondern freier und fokussierter macht.​

Interessant ist: Logan missioniert nicht aggressiv. Stattdessen teilt er seine Geschichte offen in Podcasts und auf Social Media, obwohl sein Content bisher komplett auf Business fokussiert war. Gerade diese Authentizität löst starke Resonanz aus – Hunderte Menschen schreiben ihm, dass sie sich in seiner Sinnsuche wiederfinden und mehr wissen wollen.​

Für Logan ist das ein Hinweis darauf, dass sich viele Menschen in einer „meaning crisis“ befinden, wie Steven es nennt. Sie spüren, dass Individualismus, Selbstoptimierung und Erfolgsdenken nicht reichen, und suchen nach tragfähiger Wahrheit – oft ohne es zunächst „Glauben“ zu nennen.​

Was Logan Skeptikern und Suchenden rät

Logan differenziert zwischen verschiedenen Menschen:

  • solche, die bereits ahnen, dass es „irgendetwas Spirituelles“ gibt

  • solche, die sich als Atheisten oder Agnostiker verstehen

  • und solche, die in anderer Spiritualität (z.B. „Energie“, „Universum“, Psychedelika) nach Transzendenz suchen.​

Sein Rat ist ungewöhnlich ehrlich: Er lädt Menschen ein, das Christentum aktiv „zu zerlegen“ und mit maximalem intellektuellem Anspruch nach Fehlern zu suchen. Dabei verweist er jedoch darauf, dass für ihn am Ende nicht nur die historischen Daten, sondern vor allem die Begegnung mit Gott ausschlaggebend war – eine Erfahrung, die sich nicht in rein rationalen Kategorien erklären lässt.​

Eine Schlüsselfrage, die er Steven stellt, lautet: „Hältst du es für gut oder schlecht, dass mein Glaube mich zu einem besseren, glücklicheren Menschen gemacht hat?“. Als Steven zugibt, dass er es eindeutig für etwas Gutes hält, bleibt als logische Konsequenz: Es lohnt sich zumindest, die Möglichkeit ernsthaft zu prüfen, dass an diesem Glauben mehr dran ist, als man bisher dachte.​

Empfehlenswert für alle Skeptiker ist das Gottessexperiment. Siehe das Video von Daniel Hari.

Kirche, Social Media und die Chance dieser Zeit

Zum Schluss denkt Logan darüber nach, wie Kirche und Christen in dieser „Sinn-Krise-Generation“ präsent sein können. Er ist überzeugt, dass Gott selbst viele Menschen ins Fragen bringt – ohne, dass irgendjemand sie drängt. Dennoch sieht er zwei große Hebel:​

  1. Tiefe statt Oberflächlichkeit:
    Gemeinden sollten nicht bei kurzen, unkommentierten Bibeltexten stehen bleiben, sondern helfen, die Tiefe, Symbolik und Genialität der Texte zu erschließen. Gerade das „Entschlüsseln“ der Bibel habe ihn fasziniert und hineingezogen.​

  2. Authentisches Teilen im Alltag und online:
    Logan berichtet, wie stark allein ein kurzer Kommentar unter einem YouTube-Video („Ich bin der Typ, von dem Steven spricht, und das hat mein Leben verändert“) Resonanz ausgelöst hat. Für ihn zeigt das: Zeugnisse, ehrliche Geschichten und dialogische Inhalte in Social Media sind heute ein zentrales Mittel, um Menschen in ihrer Suche abzuholen.​

Kirche sei letztlich ein „Hospital für die Kranken“, sagt er – aber viele „funktionierende“ Menschen übersehen den Glauben, weil sie nicht am Boden sind und glauben, ihn nicht zu brauchen. Gerade deshalb hält er es für wichtig, dass auch erfolgreiche, scheinbar „starke“ Menschen offen über ihre spirituelle Reise sprechen.​

Fazit: Wenn ein Unternehmer merkt, dass Wahrheit mehr als Logik ist

Anthony Scott Logans Geschichte zeigt, wie jemand, der auf Beweise, Daten und Leistung programmiert ist, Schritt für Schritt vom Skeptiker zum Christen wird. Sie beginnt bei einer Sinnkrise mitten im Erfolg, führt über historische Forschung, Prophezeiungen und intensive Gespräche bis zu einer persönlichen Begegnung mit dem Heiligen Geist. Am Ende steht kein perfekter Heiliger, sondern ein Unternehmer, der sagt: „Ich bin ein Baby-Christ – aber mein Leben ist durch diesen Jesus tiefgreifend verändert worden.“​

Seine Reise ist ein Spiegel für viele, die merken, dass reiner Individualismus nicht trägt – und die sich fragen, ob die alten Geschichten über Jesus vielleicht doch mehr sind als Mythen. Für Logan steht heute fest: Wenn man ernsthaft nach Wahrheit sucht, bekommt man die Erfahrung oft „mitgeliefert“.



ÜBER DEN AUTOR

Autor

Daniel Hari 

Freischaffender Pfarrer und Christozentrischer Heiler seit 1999 im D A CH - Raum tätig. 

Abonniere den YouTube-Kanal von Daniel Hari

© FunnelCockpit

Blog erstellt mit FunnelCockpit